OLE Aktiv

Aktuell

Die für das Projekt dokumentierten und teilweise begleiteten Kollegialen Beratungen schlossen in dieser Form im Januar 2018 ab. Die Ergebnisse der abschließenden Feedbackrunde werden derzeit ausgewertet.

Die Einrichtungen stehen nach Beendigung der Interventionsphase an unterschiedlichen Stellen im Verstetigungsprozess. In einer Einrichtung ist die Implementierung im Sozialdienst bereits weit fortgeschritten, hier kommt die Kollegiale Beratung in regelmäßigen Abständen zum Einsatz.

Die Teilnehmer/innen der Schulungen kamen aus den (Berufs-)Gruppen Pflege, Sozialdienst und Hauswirtschaft. Die Schulungen wurden im Dezember 2016 bis Anfang März 2017 an den verschiedenen Standorten abgeschlossen.

OLE-Standorte auf einer Karte - auf Organisation-LernenDirekt im Anschluss an die Schulungen zur kollegialen Beratung startete die Umsetzungsphase der kollegialen Beratung. Im DRK Seniorenzentren Offenbach konnten vier kollegiale Beratungsgruppen gebildet werden. Eine Gruppe besteht aus Leitungspersonen; eine Gruppe setzt sich zusammen aus Mitarbeiter/innen des Sozialdienstes, eine aus den Wohnbereichsleitungen, stellvertretenden Wohnbereichsleitungen und Pflegefachkräften sowie eine weitere Beratungsgruppe aus Mitarbeiter/innen mit dem Status Pflegeassistent/in.

Im DRK-Seniorenzentrum Dietzenbach konnten drei Beratungsgruppen gebildet werden. Die Zusammensetzung der Gruppen ist identisch mit jenen im DRK Seniorenzentrum Offenbach, ausgenommen ist die Leitungsebene. Die kollegialen Beratungsgruppen wurden wohnbereichsübergreifend gebildet, damit die Betreuung der Bewohner/innen parallel zur kollegialen Beratung gesichert ist.

Im Seniorenzentrum in Aschheim wurden zwei Beratungsgruppen eingeführt. Diese setzen sich aus Pflegenden bzw. Mitarbeiter/innen aus dem Betreuungsdienst zusammen.

Eine Beratungsgruppe, bestehend aus Pflegenden und Mitarbeiter/innen aus dem Sozialdienst, wurde im Seniorenzentrum in Markt Schwaben eingeführt.

Zusätzlich wurde eine einrichtungsübergreifende Leitungsgruppe zwischen Markt Schwaben und Aschheim gebildet. Teilnehmer/innen in dieser Gruppe sind Heimleitungen, Pflegedienstleitungen sowie stellvertretende Pflegedienstleitungen.

Die Beratungsgruppen treffen sich jeweils alle 6 bis 8 Wochen á 90 Minuten, begleitet durch die wissenschaftliche Mitarbeiter/in des Projektes OLE als Prozessberater/in. Insgesamt sind für jede Beratungsgruppe acht Termine bis Dezember 2017 / Januar 2018 in Absprache mit den Projektverantwortlichen vor Ort geplant.

OLE in den Einrichtungen der Altenhilfe

Das Projekt „Organisationales LErnen (OLE) in Einrichtungen der Altenhilfe“  will die Autonomie und Selbstständigkeit von Bewohnerinnen und Bewohnern in stationären Pflegeeinrichtungen stärken und damit ihre Lebensqualität verbessern. Gelingen kann das, so die auf empirischen Daten aus den USA basierende Annahme, durch einen organisationalen Lernprozess, in dessen Mittelpunkt die Stärkung von Autonomie und Selbstständigkeit der beruflich Tätigen im Pflegeheim steht.

Im Projekt OLE beteiligen sich insgesamt vier Einrichtungen der stationären Altenhilfe an der Untersuchung sowie der Implementierung der Methode kollegiale Beratung. Es handelt sich dabei um zwei Einrichtungen eines freigemeinnützigen Trägers wie zweier Einrichtungen einer privatwirtschaftlich-organisierten Unternehmensgruppe. Durch die beiden unterschiedlichen Unternehmenstypen werden die verschiedenen Organisationsformen im Pflegebereich abgebildet um eine Übertragbarkeit der Ergebnisse nach Projektende zu ermöglichen.

Von Interesse ist darüber hinaus, ob zwischen den beiden genannten Unternehmenstypen wie auch zwischen den Standorten innerhalb eines solchen Unternehmenstyps und bei gleicher Trägerschaft lokale Differenzen der Organisationskulturen bestehen. OLE untersucht, ob auf dieser Grundlage Unterschiede im Alltagshandeln entstehen wie auch im Hinblick auf die Erwartungen oder beruflichen Selbstbeschreibungen der dort Tätigen. Für die jeweilige Organisationskultur sind auch die Bewohnerinnen und Bewohner, die Angehörigen oder auch die ehrenamtlich Tätigen von Interesse, da sie neben den beruflich Tätigen die lokale Einrichtungskultur prägen.

Für die Durchführung des Projektes OLE steht in jeder Einrichtung ein/e wissenschaftlich-qualifizierte ProjektbegleiterIn zur Verfügung, die für die Unterstützung der Entwicklung und Umsetzung der Projektziele vor Ort verantwortlich ist.

1. DRK Senioren-Zentrum Dietzenbach

AWH_DTZB_Front_001Im DRK Senioren-Zentrum Dietzenbach bieten wir den Bewohnerinnen und Bewohnern schon heute einen Ort und eine Gemeinschaft, in der sie mit ihren Wünschen und Bedürfnissen aufgenommen und unterstützt werden. Hier können sie neue Kontakte knüpfen und ihr Leben weiterhin, zusammen mit anderen Menschen, aktiv gestalten. Das wollen alle unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Pflege-, Sozial- und Hauswirtschaftsdienst ermöglichen. Wir wissen, wie herausfordernd der Alltag in der Pflege-/ und Betreuung sein kann und welche Leistungen unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter jeden Tag erbringen um bei den Bewohnern in unserer Einrichtung ein „Zuhause Gefühl“ zu erzeugen.

Der Vorteil des Projekts OLE aus unserer Sicht ist:

Die Zusammenführung der verschiedenen Bedürfnisse von Bewohnerinnen und Bewohnern sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Alle diese Menschen in unserem Senioren-Zentrum wollen ihren (Arbeits-)Alltag möglichst selbstbestimmt leben und aufeinander achten. Diese individuellen Bedürfnisse adäquat wahrzunehmen und auf sie einzugehen, müssen die Menschen immer wieder neu sensibilisiert werden.

Das Projekt OLE erfasst diese vielen unterschiedlichen Erwartungen Herausforderungen und Bedürfnisse. Das Projekt OLE hilft bei einer umfassenden Schulung aller Berufsgruppen in dem DRK Seniorenzentrum Dietzenbach, um wichtige Impulse für die Teilhabe und Autonomie der Bewohnerinnen und Bewohner zu setzen.

Wir setzen uns für das Projekt OLE ein und wollen so die Lebens- und Arbeitsbedingungen in unserem Senioren-Zentrum Dietzenbach sichern und weiterentwickeln, damit wir in Zukunft die beste Leistung anbieten können – denn bei uns stehen die Menschen mit ihren Bedürfnissen, Wünschen und Sorgen im Mittelpunkt!

Kontaktdaten:
DRK Senioren-Zentrum gGmbH Dietzenbach
Adolph Kolping Str. 1
63128 Dietzenbach
Einrichtungsleitung: Annamaria De Vero
Projektleitung vor Ort: Timo Schönlein, Sabine Sauer
http://www.drk-of.de/senioren-zentren/drk-senioren-zentrum-dietzenbach.html

2. DRK Senioren-Zentrum Offenbach

OLE Internetpräsenz DRK Senioren-Zentrum Offenbach gGmbH

csm_SZ_OF_Garten_2_04ad8fee06Durch das Projekt OLE versprechen wir uns in der Einrichtung DRK Senioren-Zentrums Offenbach gGmbH ein bereichsübergreifendes und zunehmendes Know-How, wie man sich Problemlösungsstrategien aneignen und diese umsetzen kann. Dies ist besonders in Bereichen wichtig, bei denen es um den Mensch an sich geht. Ebenfalls geht es dabei um den gemeinsamen Austausch von Erfahrungswerten der Mitarbeiter aus unterschiedlichsten Arbeitsfeldern der Einrichtung. Dies bedeutet ein optimales und schnelles Reagieren in Extremsituationen, verbesserter Umgang innerhalb des Kollegiums, Weitergabe von individuellem Wissen und Aufbau neuen Wissens. Lernen heißt sich verändern, aus eventuell unbewussten alten verhärteten Strukturen auszubrechen.

Auf Mitarbeiter-Ebene versprechen wir uns, in unserer Autonomie und Selbstständigkeit wahrgenommen und gefördert zu werden; mit all unseren unterschiedlichen Erfahrungswerten, da alle Mitarbeiter in der Lage sind, Steuerungsprozesse selbstständig zu unterstützen und weiterzuführen. Davon wiederum profitiert die Klientel in diesem Falle unsere Bewohner. Fachlicher Austausch und Weiterentwicklung, Anregungen und Reflexionsmöglichkeiten stehen als Motivation für die TeilnehmerInnen am Projekt OLE und die damit einhergehenden Schulungen zur kollegialen Beratung sind sehr interessant.

Nutzen für das DRK Senioren-Zentrums Offenbach gGmbH ist natürlich die langfristige Qualitätssicherung sozialer- sowie pflegerischer Arbeit weiterhin auch andauernd stabil zu halten durch systematische und kontinuierliche Kompetenzerweiterung jedes Mitarbeiters; von der Hauswirtschaft bis in die Leitungsebenen.

Wir versprechen uns durch das Projekt OLE neue Anregungen, neue Motivation für unsere Arbeit am Menschen, Konzepte, Verfahren und Methoden an die Hand zu bekommen, mit denen man der vertrauten Praxis ebenso wie unvorhergesehenen Anforderungen und Krisen anders (durch einen evtl. Perspektivwechsel), effektiver Beratung und Begleitung im Team und somit erfolgreicher begegnen kann.

Kontaktdaten:
DRK Senioren-Zentrum gGmbH Offenbach
Helene-Mayer-Straße 4-6
63069 Offenbach am Main

Einrichtungsleitung:
André Werner
Projektleitung vor Ort: Hanne Gienger
Email: Ergotherapie.SZOF@drk-of.de
www.drk-of.de/senoren-zentrum/drk-senioren-zentrum.htm

3. Pichlmayr Seniorenzentrum Aschheim
4. Pichlmayr Seniorenhaus am Burgfeld; Markt Schwaben
Gefördert von: Bundesministerium für Bildung und Forschung, Forschung von Fachhochschulen, Hochschule München, Katholische Hochschule Mainz